In der Einheit meiner Empfindungen

Heute gibt’s ein Video in Anlehnung an den Roman „Bis zum Hals“.
Die Hauptfigur Paula wird darin auf eine Weise mit sich selbst konfrontiert, die nicht immer einfach für sie ist. Und um sie ein bisschen zu unterstützen, und euch vielleicht einen Impuls dazulassen, habe ich etwas zusammengebastelt:

Wo lehnst du dich selbst noch ab, weil du etwas an dir nicht magst?
… Und was, wenn genau diese Anteile unbedingt von dir geliebt werden möchten?
Schau hin. Umarme dich. In ALL deinen Facetten.

 

In der Einheit

Hallo … Ich,
ich weiß, du magst micht nicht
weil du glaubst, nicht gut genug zu sein
und dich deshalb nicht traust, mich mal von allen Seiten anzuschauen

Stattdessen verhältst du dich, als wär ich nicht wichtig,
tust so, als wär was an mir falsch – dabei kennst du mich einfach nicht richtig
Denn die Wahrheit ist, liebes Ich: Du bist heilig
Ja genau, dich meine ich! Mach die Augen auf
all meine Wesenszüge wollen raus

Die traurigen brauchen Verstehen,
die verspielten suchen mein Sehen
und die klugen wollen vielleicht denken,
alle liebenden möchten sich verschenken
an die Welt da draußen und um die Wette laufen

mit meinem Neid, der Wut und dem Hass
darin steckt so viel Kraft
in jedem Gefühl kann ich es spüren
die Lebendigkeit im Kindlichsein und verzweifelt schreien,
in all meinen hässlichen Anteilen

Die gehen doch Hand in Hand mit meinem Lachen,
wollen alberne Sachen machen,
dem Peinlichen zum Trotz
und wenn ich meine Enttäuschung auskotz,
dann bin das immer noch ich, strebe zum ‚Mich‘,
damit du erkennen kannst:
Mein Leben ist ein Selbstbegegnungstanz

Also lauf nicht weg, schau hin!
Was und wer und wie ich alles bin

In der Einheit erst
meiner widersprüchlichsten Empfindungen
und ohne innere Distanz
werde ich ganz