Lesungen und Termine

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bild: monkey7

24.12.17 Theaterstück „Licht und Schatten“, ev. Kirche Büsnau, 17 Uhr

15.12.17 Poetry Slam Finale in Leonberg, Beat Baracke

12.12.17 Live Lyrics im Literaturcafé, PH Ludwigsburg

03.12.17 Poetry Slam in der Rosenau, Stuttgart

21.11.17 Lesung „Bis zum Hals“, PH Ludwigsburg, 20 Uhr

16.11.17 Preisverleihung Schreibwettbewerb Wekenmann (2.Platz)

21.10.17 Poetry Open in Rutesheim

28.09.17 Lesung „Bis zum Hals“, Forum 3, Stuttgart Mitte, 19:30 Uhr

25.09.17 Poetry Slam „Poesie und Pommes“, Reutlingen

11.08.17 Poetry Slam auf dem Killesberg, Stuttgart

23.06.17 Poetry Slam im Central Kino, Ludwigsburg

09.06.17 Poetry Slam in der Beat Baracke, Leonberg

07.05.17 Poetry Slam in der Rosenau, Stuttgart

06.05.17 „Kulturhäppchen“ in der alten Kelter, Vaihingen

21.04.17 Poetry Slam im Zinsholz, Ostfildern

20.04.17 Slam auf der Couch, Stuttgart

05.04.17 Poetry Slam im Schlachthaus, Tübingen

08.04.17 Open Stage „Freiraum“ im Forum3, Stuttgart

18.03.17 Poetry Slam im Komma, Esslingen

17.02.17 Poetry Slam im Central Kino, Ludwigsburg

16.02.17 Slam auf der Couch, Stuttgart

05.02.17 Poetry Slam in der Rosenau, Stuttgart

24.12.16 Theaterstück „Die Kirchenmäuse“, ev. Kirche, Büsnau

12.12.16 Open Stage in der Rosenau, Stuttgart

13.08.16 Auftritt im Aloft, Stuttgart

07.08.16 Auftritt beim U&D, Stuttgart

28.05.16 Preisverleihung des 4.Förderpreises vom Landschreiberwettbewerb in Münster (1.Platz)

07.03.15 Preisverleihung des 3.Förderpreises vom Landschreiberwettbewerb in Münster (1.Platz)

03.03.15 Lesung bei LAGAYA im Rahmen eines Workshops für FSJler

18.02.14 Lesung bei LAGAYA im Rahmen eines Workshops für FSJler

15.12.13 Radiointerview bei BigFM „Nighttalk“ um 22’45 Uhr

13.11.13 Lesung an der Leuphana Universität Lüneburg, AStA-Wohnzimmer, 20’00 Uhr

19.10.13 Preisverleihung des AE-Johann Preises in Hankensbüttel (1.Platz in Altersgruppe 2)

23.09.13 Lesung im Forum 3, Gymnasiumstraße 21, 70173 Stuttgart, 18’00 Uhr

10.07.13 Radiosendung SWR2 „Rakete“ um 19’20 Uhr

27.06.13 Preisverleihung des Jugendpreises des Athmer Lyrikpreises in Arnsberg (1.Platz)

17.03.13 Preisverleihung des 1.Förderpreises vom Landschreiberwettbewerb in Leipzig (1.Platz)

13.12.12 Finale von „Mach dein Ding gegen Rechts“ in Winnenden

08.12.12 Lesung im Generationenhaus Heslach, 15’00 Uhr

23.10.12 Lesung im Fanny-Leicht-Gymnasium, 19’00 Uhr

28.06.12 Lesung im Lutherhaus Vaihingen, 19’00 Uhr

24.05.12 Lesung im Jugendhaus Vaihingen, 19’30 Uhr

23.05.12 Lesung im Jugendhaus Vaihingen, 18’00 Uhr

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Blödsinn

Blödelei für Jonas.
In jedweder Hinsicht.

Blödsinn ist das halbe Leben, wenn die andere Hälfte aus Unsinn besteht. Manchmal beschleicht mich auch der Wahnsinn, aber der weigert sich, prozentual ausgedrückt zu werden. Er nistet lieber zwischen den Lücken der grauen Zellen und brütet eine Schnapsidee nach der anderen aus.
Aber ist das schon Blödsinn,

wenn man sich Ringe ansteckt und dadurch heiler fühlt,
wildfrei Leute anspricht, weil man Menschen gerne mag,
oder um Mitternacht in einen See springt.
Wenn man sich dafür entscheidet, dass immer alles gut ist,
einfach so, weil man das glauben mag,
wenn man sich dem Universum in die Arme schmeißt und sagt:
Ja bitte, hier bin ich. Ich habe keine Ahnung, führe du mich.
Wenn man Küsse wie Flyer verteilt auf denen Freude steht und
seinen Gedanken weniger Bedeutung beimisst als der Intuition.
Wenn man Launen niederringt und einen Schatz in der Disziplin findet,
wenn man weitermacht, obwohl es keine Garantie auf den nächsten Moment gibt,
aber man das Ängstliche im Menschenwesen tatsächlich zu lieben gelernt hat
und seinen Schmerz umarmen kann wie ein kleines Kind.

Ja, vielleicht ist das ein bisschen blödsinnig,
sich mit Todesangst auf eine Schienenbahn zu schnallen, nur um siebzig Meter in die Tiefe zu stürzen (und Spaß daran zu finden).
Die ganze Nacht zu vertanzen, bis man nur noch eine Stunde Schlaf übrig hat und danach auf große Reise geht.
Oder die Schule gegen einen Traum einzutauschen.
Beim romantischsten Lied einen Lachanfall zu kriegen und alle anderen damit anzustecken,
um vier Uhr früh aufzustehen und einen Berg hochzuradeln, damit man dem Sonnenaufgang entgegen tanzen kann (… oder lieber gleich dort übernachtet und mitten in der Nacht von der Polizei geweckt wird, weil man im Weg rumliegt).

Aber ist das nicht auch Blödsinn,
zu glauben, man käme tatsächlich irgendwo anders an als am Ende?
Oder irgendetwas auf dieser Welt gehöre einem,
wenn man doch sogar sich selbst nur vom Leben geliehen hat.
Ein Dagegen zu suchen, statt einem Dafür oder
genügend Lebensmittel für alle Menschen zu produzieren und die dann nicht richtig aufzuteilen,
seine eigene Gattung als die Krönung der Schöpfung zu betiteln und deshalb
Tiere als weniger wertvoll zu empfinden oder Kinder und Alte nicht ernst zu nehmen.
Gegenstände anzuhäufen, die alle verwelken wie du selbst und
sich über Religion zu streiten, wenn es im Kern doch immer um das Gleiche geht.
Grenzen zwischen Ländern zu ziehen, wenn unsere Füße alle auf derselben Erde stehen
oder Menschen nach Nationalitäten und Geschlechtern zu unterscheiden.
Lebensmittel in Plastik zu verpacken oder Sachen zu essen,
von denen man gar nicht weiß, was drin ist.
Zu vergessen, welch Privileg es ist, dass wir Wasser aus der Leitung trinken können (Alter Schwede, die Menschheit hat schon krasse Sachen ermöglicht) und
zu verdrängen, welch Potential dem innewohnt, wenn wir uns miteinander verbinden
zu zweit, zu dritt, zu viert, zu achtmilliardenst –
ein kollektives Bewusstsein, das die Welt aus den Angeln hebt.

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Darum, lieber Jonas,
wenn du mich fragst, was Blödsinn ist,
dann lautet meine Antwort:

Das können wir zum Glück selbst entscheiden.
Auch, welchen wir mitmachen wollen.